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Anekdoten

Hach, jetzt, wo wie nicht mehr lange haben hier, fallen mir so einige lustige Geschichten ein, die wir erlebt oder gehört haben. Eine Freundin von uns, die eher zu wenig als zuviel Kleidung am Leib trägt und gerne mal mehr trinkt beim ausgehen, als für eine Autofahrt nach Hause noch erlaubt wäre, hat eine recht wirksame Methode, um Polizeikontrollen zu entgehen. Sie bindet sich auf der Heimfahrt ein Kopftuch um. Denn logischerweise gehen Polizisten davon aus, dass Fraen, die ein Kopftuch tragen sich nicht nur in dieser Hinricht nach dem Koran richten, sondern auch keinen Alkohol trinken. Nicht blöde. Wir allerdings haben solche Tricks gar nicht nötig, denn ihr Mann hat gemeint, falls wir doch mal mit ein paar Promille kontroliert werden sollten, dann müssen wir uns nur schnellmöglichst melden, damit er umgehend den Polizeipräsidenten von Denizli anrufen kann, dann erledigt sich die Sache. HAHA! Unglaublich! Auch Krankschreibungen wären kein Problem, denn unser Freund hier ist Arzt und er würde meinen Mann ohne Probleme auch mal eine Woche krankschreiben, falls wir nach Antalya oder ähnliches wollen. Ja, man kann es sich hier schon gemütlich machen, wenn man möchte - und die richtigen Leute kennt. Eine andere Story: ich lieg Montags auf dem Sofa und bin froh, dass mein Kreislauf noch halbwegs auf der Höhe ist, da ich seit Sonntag kein Essen mehr drinbehalten habe. Aus diesem Grund ist mein Mann auch zu Hause geblieben, damit ich mti den beiden Jungs nicht alleine bin, wäre gar nicht gegangen, und die Arbeit hat es zum Glück auch zuglassen. Jedenfalls war frühs unsere Putzfrau da und hat mit dem Kleinen rumgeschäkert, da schaut sie plötzlich ganz befremdet und fragt mich, was mein Mann da macht. Ich so "er rührt eine Fertigpackung Milchreis an, für sich und Prinz P.". Sie total ungläubig, das hätte sich ja auch machen können, dass er das macht, uuuuunglaublich. Joa, was können wir stolz sein auf unsere Deutschen Männer. Die können doch glatt Flüssigkeit in einem Topf umrühren. Verrückt. Mein Türkisch reicht dann doch nicht aus, um ihr zu erklären, dass ich dafür meistens nachm einkaufen mehr Taschen und Kind und MaxiCosi gleichzeitig ausm Auto rausschlepp als mein Mann, der mir bestimmt noch nie von selbst die Türe aufgehalten hat. Nun gut, jede Kultur hat ihre vor und Nachteile. Unterm Strich bleibt: meine Familie und ich haben beide Welten kennen gelernt, verglichen und sind eindeutig zu der Überzeugung gekommen, dass wir für uns lieber zu viel Gründlichkeit und Spießigkeit und manchmal leider auch (Kinder-)Unfreundlichkeit und ein grottiges Verständniss von Service auf uns nehmen und in Deutschland gerne leben, als hier in der Türkei zu bleiben. Unser Freund hier, der Arzt ist ja in Salbzburg geboren und aufgewachsen und mit 18 in die Türkei gekommen. Obwohl seine Frau gerne nach Europa würde und mit vielen Dingen hier gar nicht klarkommt, geht es ihm genau anders herum. Glücklich können wir sein, dass unser einer die Wahl hat!
7.4.15 20:45


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Tschüss, byebye (wie Prinz P sagen würde)

Es ist also define, unsere Tage in der Türkei sind gezählt, das Lotterleben hat ein Ende, der Raum für Langeweile wird schrumpfen, ... Im April kommen wir zurück nach Deutschland. Ich weiß jetzt schon, dass ich mich manches mal in die Türkei zurückwünschen werde. Nicht nur wegen der weniger Arbeit, die mir hier die Putzfrau abgenommen hat, die ja unsere gute Seele ist, die öfter länger bleibt um mit den Kindern zu spielen und die dem Großen entweder eine Simit mitbringt oder einen Kuchen backt. Der Servicebus, der mir den großen mittleriweile aus dem Kindergarten vor die Türe liefert (damit ich mit zwei Kindern nicht bei jeder Sinnflut nass werde zu Fuß). die Wochenenden, die wir uns völlig frei gestalten können, ohne auf Pflichtveranstaltungen Rücksicht nehmen zu müssen - auch wenn diese ja oft Spaß machen. Ich bin mir auch klar darüber, dass ich die Fahrradfahrer und Jogger im Park gegenüber von unserem Haus noch einige male verlfüchen werde, man muss doch erheblich mehr ein Auge auf die Kids haben als hier. Ich denke die Straßenhunde in der Türkei sind ungefährlicher für meine Zwerge, als die Sportler in unseren Deutschen Parks : - ) Andererseits gibt es auch einige Dinge, die hier manchmal nur schwer zu ertragen sind: wenn ein Kind mault, dann wird noch extra Gewärch ge3macht, nochmal ne Schippe auf die soweiso schon wahnsinnige Lautstärke drauf, weil das Kind sich bestimmt nur langweilt - naaaaaain, dass es Babys gibt, dies lieber ruhiger haben, ach was! Und dann ist uner kleiner ja gerade dabei mit Brei anzufangen. Was heißt anfangen, der ist gerade mal fünf monate, aber wenn er gleichzeitig mit dem Großen am Tisch sitzt, dann futtert der eine Megaportion an Karottenkartoffelbrei, das ist der Wahnsinn. Ach, da kann mn doch dann gleich alles reinstopfen, Brot, Tomate, Kuchenkrüme, wo ist das problem bei Zucker oder Milchprodukten, whaaaaaa! jaaaa, es gibt Sachen, die können einen stressen, die werde ich weniger vermissen... Ich räume in Geanken schon meine Schupfächer ein, Ordnungsfreak wie ich bin, meine Küche richte ich ein, meine Ordner, da sortiere ich bereits Papiere... Und auch wenn meine Tage anstrengender werden, weil ich länger und öfter mit den beiden Rabauken alleine bin, wird es für meine eine Win-Situation. Denn irgendwo muss jeder Mensch seine Kraft hernehmen für die anstrengenden Tage. Und kommunikativer Mensch wie ich bin, war es für mich die eineinhalb Jahre hier nicht die leichteste Übung, die meiste Zeit nur mit meinen Kindern und Abends wenige Stunden mit meinem Mann zu verbringen (dem meine emotionale Seite heute noch absolut unerklärlich ist). Ich brauch den Austausch mit Freunden und zwar kein oberflächliches Geplänkel, sondern wahre Worte. Und auch wenn ich hier viele gute Freunde habe, so ist es doch kein Vergleich zu denen, auf die ich mich in der Heimat sehr freue, auch wenn es nur einmal im Monat zusammenkommt. So, und jetzt gehe ich mit meiner Nachbarin frühstücken : - )
27.3.15 08:40


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